Realer Bedarf : das Engagement gut vorbereiten
Das Engagement der Schüler*innen reagiert auf einen realen Bedarf. Sie übernehmen bei ihrem Engagement Aufgaben, die von allen Beteiligten als sinn- und bedeutungsvoll wahrgenommen werden.
Curriculare Anbindung : den Unterricht mit LdE planen und gestalten
Service-Learning ist Teil des Unterrichts und das Engagement wird mit Lerninhalten und Kompetenzen aus dem Bildungsplan verknüpft.
Reflexion : Lernen und Engagement verbinden
Erst durch das Nachdenken über das, was sie beim Engagement erwartet, was sie dort erleben und was all das mit ihrem eigenen Lernen und dem größeren gesellschaftlichen Kontext zu tun hat, erwächst für die Schüler*innenein emotionaler, sozialer und kognitiver Kompetenzgewinn aus den praktischen Erfahrungen.
Sie zu einer solchen aktiven Verarbeitung ihrer Erfahrungen anzuregen und bei diesem Prozess zu begleiten, ist eine zentrale pädagogische Aufgabe bei LdE. Reflexion als wichtiges Bindeglied zwischen Engagement und Lernen sollte daher vor Beginn des Engagements, währenddessen und danach stattfinden und unterschiedliche Themen berücksichtigen.
Schülerpartizipation: Teilnahme ermöglichen und begleiten
Kinder und Jugendliche sollen bei Lernen durch Engagement echte Teilhabe erfahren und das in allen Phasen des Projekts – von der Planung und Durchführung bis zum Abschluss. Sie sollen aktiv mitbestimmen, Entscheidungen treffen, ihre Ideen einbringen und umsetzen.
In qualitätsvollen LdE-Vorhaben wird den Kindern und Jugendlichen echte Verantwortung übertragen und das nicht nur im Engagement, sondern auch im Unterricht und für ihren eigenen Lernprozess. Das bringt für die Lehrer*innen bei Lernen durch Engagement ein Nachdenken über die eigene Rolle und Haltung mit sich.
Engagement außerhalb der Schule: mit Engagementpartnern zusammenarbeiten
Bei Lernen durch Engagement geht es immer auch um die Öffnung von Schule nach außen, um das Entdecken anderer Lernorte und Lebensweisen und neuer Perspektiven. Im Kontakt mit Altersheim, Gemeindeamt, Jugendlichen mit Suchterkrankungen, Umweltschutzverein, Menschen mit Fluchterfahrung und vielen anderen setzen sich die Schüler*innen mit authentischen Situationen und Bedürfnissen auseinander. Sie reden, planen und kooperieren mit Menschen unterschiedlicher Lebens- und Erfahrungshintergründe.
Anerkennung und Abschluss: das Engagement aller Beteiligten wertschätzen
Jungen Menschen etwas zuzutrauen, ihre Ideen und ihr Engagement wertzuschätzen und regelmäßiges Feedback zu ermöglichen – dies zeichnet qualitätsvolles Lernen aus. Deshalb ist am Ende jedes LdE-Projekts eine gemeinsame Auswertung und ein feierlicher Abschluss vorgesehen.